VORTRAGSANGEBOTE

Hans Fallada - Leben und Werk
Ein Überblicksvortrag über einen der bedeutendsten deutschen Erzähler, der wichtige Jahre seines Lebens und Schaffens in Carwitz bei Feldberg in Mecklenburg verbracht hat.
Geeignet für Schüler ab Klasse 8 und interessierte Besuchergruppen.
Dauer ca. 45 Minuten.

„Eine Alltagsgeschichte mit seltenem Zauber“
Entstehungs- und Wirkungsgeschichte des Romans „Kleiner Mann – was nun?“ von Hans Fallada, mit dem der Schriftsteller weltberühmt wurde.
Für Schüler ab Klasse 9 und interessierte Besuchergruppen
Dauer ca. 45 Minuten

„Warum betrinkt sich Herr Sommer?“
Entstehungs- und Wirkungsgeschichte des Romans „Der Trinker“ von Hans Fallada.
Für Schüler ab Klasse 10 und interessierte Besuchergruppen
Dauer ca. 60 Minuten

„Es war einmal ein Vater, der wünschte sich viele Kinder ...“
Hans Falladas „Geschichten aus der Murkelei“ und der Schriftsteller als Vater
Für Schüler ab Klasse 5 und interessierte Besuchergruppen
Dauer ca. 30 – 45 Minuten

„Zu schade zu vergessen?“
Möglichkeiten und Vorschläge zur Einbeziehung von Büchern Hans Falladas in den Literaturunterricht
Für Lehrer und andere literaturverbreitende Berufe
Dauer ca. 60 Minuten

„Es hat mich ergriffen...“
- Biografischer Vortrag zu Brigitte Reimann
Umfassende Darstellung von Leben und Werk der Schriftstellerin unter Einbeziehung von Lesestellen aus Erzählungen, Tagebüchern, Briefen und dem großen Roman "Franziska Linkerhand".
Für literaturverbreitende Berufe und Literaturinteressierte
Dauer ca. 90 Minuten

„Was zählt ist die Wahrheit“
- Leben und Werk der Schriftstellerin Brigitte Reimann
In Bezugnahme auf den Film „Ankunft und Abschied. Die Neubrandenburger Jahre der Brigitte Reimann" wird die Entwicklung der Schriftstellerin Brigitte Reimann im Kontext der Entwicklung der DDR dargestellt, deren Scheitern Brigitte Reimann registriert, weil sie sensibel die Mißachtung von kritischen Stimmen wahrnimmt und selbst erleben muß. „Mein Land gefällt mir immer weniger“ (TB, Bd.2, 6.11.1965). Es wird die Aktualität ihrer Gedanken hervorgehoben, sei es die Rolle der Künstler und Schriftsteller oder auch die besondere Verantwortung im Städtebau.
Für Schüler ab Klasse 9 und interessierte Besuchergruppen
Dauer ca. 75 Minuten, anschließend wird empfohlen, das Video „Ankunft und Abschied. Die Neubrandenburger Jahre der Brigitte Reimann“ (45 min.) anzusehen.


„Aber wir schaffen es, verlaß’ dich drauf.
Briefe an eine Freundin im Westen“ -
Briefwechsel Brigitte Reimann-Veralore Schwirtz
Der Briefwechsel von Brigitte Reimann mit ihrer ehemaligen Schulfreundin Veralore Schwirtz beginnt 1947 und endet 1953. Da Brigitte Reimann ihre frühen Tagebücher vernichtete, sind die Briefe an ihre Freundin, die in den Westen Deutschlands verzogen war, besonders wertvoll. Selten sind eine Jugend und die Aufbau-Euphorie der fünfziger Jahre so authentisch geschildert worden wie in diesen Mitteilungen Brigitte Reimanns, in denen man schon den Ton der späteren Schriftstellerin spürt.
Schüler ab Klassenstufe 6, Literaturinteressierte
Dauer ca. 90 Minuten

Briefwechsel Brigitte Reimann-Veralore Schwirtz
- als Projektarbeit
Die Schüler erhalten zunächst einen Einblick in den Briefwechsel Brigitte Reimanns mit Veralore Schwirtz. Die Briefe von Brigitte Reimann sind veröffentlicht. Von Veralore Schwirtz liegen insgesamt 52 Briefe dem Archiv vor, die sie vom 11.4.1947 bis zum 5.9.1953 an ihre Freundin Brigitte Reimann schrieb und die bisher nicht veröffentlicht sind.
Schwerpunkte der Korrespondenz sind der Wert von Freundschaft und Liebe und der Sinn des Lebens, den gerade Veralore, im Unterschied zu der begeisterungsfähigen Brigitte, für sich nur schwer findet. Die Briefe zeugen von einer großen Ehrlichkeit und Offenheit zwischen den Freundinnen. Die Schüler setzen sich mit den Themen auseinander und tragen ihre Gedanken und Erkenntnisse einander vor, wobei sie ihre eigene Haltung formulieren.


Lesung mit Eva Kaufmann und Carola Opitz-Wiemers "Schreiben - ein zugleich egoistisches und altruistisches Vergnügen"(Brigitte Reimann)

Wenige Monate vor ihrem Tod am 20. Februar 1973 schreibt Brigitte Reimann an ihre Jugendfreundin Veralore Schwirtz: "Es war einmal eine höchst lebendige Frau, die zweimal ein Studium begann, zweimal den Hochschulen entlief…, viermal heiratete, kein Kind wollte…, weil sie Schreiben für wichtiger hielt". Ihre Bilanz lässt eine Ahnung davon aufkommen, in welch intensiven Bahnen und wie rasant dieses kurze Leben (1933-1973) verlief, in dem Literatur, Musik, Philosophie, aber auch Architektur und Malerei einen enormen Stellenwert hatten
Die Berliner Literaturwissenschaftlerinnen Eva Kaufmann und Carola Opitz-Wiemers erinnern mit ihrem Programm an das leidenschaftliche und ehrgeizige Lebens- und Schreibkonzept der Autorin Brigitte Reimann. An literarischen und musikali-
schen Beispielen wird vorgeführt, inwieweit die eigene literarische Produktion und ein vielseitiges Kunstinteresse Gradmesser für ein von Lust und Neugier erfülltes Leben waren.
Auf ihrem literarisch-musikalischen Spaziergang begegnen sie einer poetisch begabten, dünnhäutigen und von Sehnsüchten erfüllten Frau, die ihre innere Zerrissenheit in Tagebüchern und Briefen offensiv reflektierte und unerschrockene Lebens-
entwürfe zum konfliktreichen Thema ihrer Texte machte.
Dauer ca. 90 Minuten
Hans Fallada mit seinem Sohn Achim, 1944